Vortrag Dr. Wildt am 26.09.2022
Fachbereichsleiter "Siedlungswasserwirtschaft" beim Land Tirol
Anwesend sind ca. 10 Personen aus verschiedenen KEMAP-Gruppen.
Bürgermeister Heinz Kofler eröffnet die Veranstaltung kurz nach 19 Uhr. Dr. Wildt stellt sich als Person und den Fachbereich "Siedlungswasserwirtschaft" vor und erklärt seine Tätigkeit in der Abteilung Wasserwirtschaft. Der heutige Vortrag beschäftigt sich primär mit der Bewältigung von Katastrophen, bei welchen die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung betroffen sind.
Das Tiroler Katastrophen Management Gesetz (TKMMG) stellt eine wesentliche Grundlage für die Sicherstellung der Wasserversorgung und für die Sicherung der Wasserentsorgung dar. Generell gilt, dass die Abwasserentsorgung in Tirol die größere Herausforderung darstellt, als die Sicherstellung der Wasserversorgung. Tirol verfügt über große Trinkwasserreserven und über eine gute Infrastruktur.
Dr. Wildt erklärt die Klassifizierung von Krisen, Notfällen und Katastrophen.
- Normalbetrieb
- Krise (Bewältigung durch fremde Kräfte)
- Notfall (akute Störung, Gefährung von Personen)
- Katastrophe
- Örtliche Katastrophe (Bürgermeister)
- Gemeindeüberschreitende Katastrophe (Bezirkshauptmann)
- Bezirksüberschreitende Katastrophe (Landesregierung)
Der Gemeinde-Katastrophenschutzplan (GR) sollte einen Notfallplan für bestimmte Gebäude (Krankenanstalten, Heime, Schulen, KIGA) enthalten. §14 sieht vor, dass Bewohner über den Schutz vor Katastrophen informiert werden sollen.
In diesem Plan sollte auch die Wasser- und Abwasserversorgung dargestellt werden.
Für Katastrophenszenarien empfiehlt sich der Einsatz der Software KSP+
WIS - steht für das Tiroler Wasserinformationssystem.
Für eine Kläranlage wie jene in Prutz empfiehlt sich für einen Blackout oder eine Energiemangellage ein sogenannter Stresstest.
Für Krisensituationen in Zusammenhang mit der Siedlungswasserwirtschaft empfiehlt sich ein Konzept zur Kommunikation mit der Bevölkerung. Wie können wir über den ORF kommunizieren? Wie können Bürger:innen effektiv gewarnt werden?
ÖVGW-Richtlinie
Regelwerk Wasser - enthält Checklisten, Informationen zur Medienarbeit etc.
https://www.ovgw.at/lexikon/l/regelwerkwasser
Anzudenken wäre eine Lagerhaltung für Trinkwasser. In Zeiten von Lieferengpässen ist eine Bevorratung von Anlagenteilen, Chemikalien für die Wasserversorgung und das Klärwerk anzudenken.
Der interessante Vortrag endet um ca. 21 Uhr.
Karlheinz Eckhart bedankt sich bei Dr. Wildt für die Ausführungen.
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